
Auf Antrag des Vereins der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal wurde 1992 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) vom Umweltminister Klaus Töpfer das Naturschutzgroßprojekt Unteres Odertal genehmigt. Es hatte damals ein Finanzvolumen von 60 Mio. DM, von dem der Bund 75%, das Land 16,8 % und der Verein als Träger 8,2 % übernehmen wollten. Die Projektmittel wurde ganz überwiegend zum Flächenerwerb für Naturschutzzwecke ausgegeben, so dass der Förderverein bis zum Jahr 2000 5.289 Hektar Flächen erwerben konnte, davon 3.319 Hektar im Kerngebiet und 1.970 Hektar als Austauschfläche außerhalb. Diese außerhalb gelegenen Flächen sollen im Rahmen eines vom Land Brandenburg angeordneten Unternehmensflurbereinigungsverfahrens im Kerngebiet zusammengelegt werden.
Die Projektziele finden sich im Zuwendungsbescheid vom 06.10.1992. Da heißt es unter anderem "Ziel des Projektes ist es, das Untere Odertal in seiner Gesamtheit für den Naturhaushalt zu erhalten und zu entwickeln, durch einmalige biotoplenkende Maßnahmen zu optimieren und durch umfangreiche Flächenankäufe dauerhaft zu sichern"
Schwerpunkt des Naturschutzgroßprojektes war zunächst einmal der Erwerb des rund 10.000 ha großen Kerngebietes des Naturschutzgroßprojektes und die Erarbeitung eines Pflege- und Entwicklungsplans für das gesamte Projektgebiet. Damit beauftragte der Verein 1994 das Institut für Umweltstudien (IUS) in Heidelberg. Nach gründlicher Diskussion mit den Betroffenen und nach mehrfacher Überarbeitung wurde der Pflege- und Entwicklungsplan im Mai 1999 mit dem BMU und dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR) abgestimmt. Der Verein ist in seiner weiteren Arbeit an diesen Pflege- und Entwicklungsplan gebunden.