
Alt und tollEine wendische Burgwallanlage deutet auf die frühe slawische Besiedlung des Ortes. Erste Quellen erwähnen Fiddichow (Widuchowa) bereits 1159, als Bischof Adalbert ein Drittel des Schiffzolls bei der Burg Fiddichow zur Gründungsausstattung des Klosters Grobe bestimmte.
1373 wird der Ort eine deutsche Stadt, doch siedeln die Wenden noch lange im Fischerkietz. Im Frieden von St. Germain 1679 kam Fiddichow (Widuchowa) zu Brandenburg.
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde auf der Höhe des alten Burgwalls ein prächtiges Schloss erbaut, das aber schon wenig später der "Tolle Markgraf" Friedrich Wilhelm von Schwedt kaufte und abreißen ließ, weil es seinem Schloss in Schwedt zu ähnlich war. Der Ort lebte vor allem von der Flussschifffahrt und der Fischerei, später auch von der Zuckerfabrik. 1939 hatte der Ort 2 500 Einwohner.
Fiddichow (Widuchowa) liegt malerisch am Osthang des Odertals, die Grundmauern
der untersten Häuserreihe umspült der Strom. Terrassenförmig bauen sich die
Häuser, Gärten und Straßen darüber auf. Die St. Nikolaikirche ist ein einfacher
abgeputzter Granitquaderbau.