Presseerklärung 02/2005

Nationalparkgegner treffen sich mit sich selbst
Bischoffs Standortkonferenz als Begräbnisfeier für den Nationalpark!

Die vom selbst ernannten Bischoff der Uckermark zusammengerufene Zukunftskonferenz vereint alle Gegner des Nationalparks, führt aber nicht zu einer offenen und ehrlichen Diskussion mit allen Betroffenen und Beteiligten, schon gar nicht zur Lösung anstehender Fragen. Eine Lösung ohne die Naturschutz- und Umweltschutzverbände ist schon schwer vorstellbar, eine Lösung ohne die betroffenen Grundstückseigentümer ist von Vornherein zum Scheitern verurteilt. So bleibt man auf der Zukunftskonferenz unter sich, bestärkt sich gegenseitig in den ohnehin feststehenden eigenen Meinungen. Dabei wollen wir auch nicht weiter stören. Die Chance zum Dialog ist wieder einmal verpasst worden.

Der Verein der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e. V. spricht sich entschieden gegen die geplante Novellierung des Nationalparkgesetzes aus, die ohne Frage lediglich zu einer weiteren Abschwächung und Aufweichung des ohnehin schon mäßigen Schutzstatuses führen würde. Der Verein fordert statt dessen die konsequente Umsetzung des Nationalparkgesetzes und des Pflege- und Entwicklungsplans. Dazu muss das Land Brandenburg ganz speziell für den Nationalpark eine aktive Förderpolitik betreiben, insbesondere für die örtliche Landwirtschaft.

Es gibt Momente im Leben, da muss man sich entscheiden: Entweder man will einen Nationalpark, dann muss man ihn konsequent in vernünftigen Schritten umsetzen oder es fehlt einem dazu der Wille, die Kraft oder der Mut, dann sollte man so ehrlich sein und statt dessen ein Biosphärenreservat oder einen Naturpark schaffen. Einen Etikettenschwindel lehnen wir entschieden ab.

 

Thomas Berg
Vorstandsvorsitzender