Presseerklärung 01/2007 (Stiftung)

Die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Nahrungsmitteln in Deutschland, auch im Ballungszentrum Berlin, wächst ständig. Die Nahrungsmittelerzeugung in Deutschland, speziell in Brandenburg, kann mit dieser voraussehbaren Entwicklung nicht Schritt halten. Häufig können Bedarf und Nachfrage schon heute nicht mehr bewältigt oder müssen mit Öko-Produkten aus dem Ausland befriedigt werden.

Dabei bietet die ökologische Landwirtschaft gerade für das ländliche Brandenburg eine einmalige Chance, sind doch dort weit mehr Arbeitskräfte beschäftigt als in der konventionellen. Endlich hat auch das Land Brandenburg wie die meisten anderen Bundesländer die Förderung des ökologischen Landanbaues wieder aufgenommen. Die Rahmenbedingungen sind also günstig für den Ökolandanbau.

Leider gibt es im Unteren Odertal trotz eines 15jährigen Engagements des Vereins der Freunde des Deutsch-Polnischen Europa-Nationalparks Unteres Odertal e. V. bisher keinen einzigen anerkannten Ökolandanbaubetrieb. Das muss sich ändern. Unter dem Etikett „Naturprodukte aus der Nationalparkregion“ gibt es eine singuläre Vermarktungschance im Großraum Berlin, die unbedingt genutzt werden sollte. Eine solche Entwicklung wollen wir anregen. Die Geschäfte müssen die ortsansässigen Landwirte und Betriebe aber schon selber machen. Die öffentliche Hand sollte gerade für die Verarbeitung und Veredlung von ökologischen Nahrungsmitteln eine Anschubfinanzierung bereitstellen.

Die Nationalparkstiftung will die ortsansässigen Landwirte auf diesem Weg hin zur ökologischen Landwirtschaft unterstützen. So sind am 23.03.2007 um 14.00 Uhr zwei Vertreter der ökologischen Landwirtschaft ins Schloss Criewen eingeladen, um Informationen und Beratungen zu Fragen der ökologischen Landwirtschaft anzubieten. Auch interessierte Journalisten können auf Nachfrage gern daran teilnehmen. Wir hoffen auf nachhaltige Impulse.

Dr. Ansgar Vössing