
Die Bewohner Stützkows lebten traditionell fast ohne Ackerbau praktisch ausschließlich von der Oderfischerei. Berühmt waren die Oderfischer für ihre Neunaugen, das Urvieh unter den Oderfischen, die man in Reusen fing. Neunaugen haben fast kein Innenskelett. Im Meer lebend saugen sie sich an andere Fische an und ernähren sich davon, ihnen mit ihrer zahnbesetzten Raspelzunge Löcher ins Fleisch zu fressen. Im Herbst stellen die Neunaugen ihre Ernährung ein und steigen die Oder aufwärts in ihre Laichgebiete. Diese aalförmigen Fische wurden als Delikatessen bis nach Berlin geliefert.

Wie die Bewohner Lunows und Criewens haben sich auch die Stützkower in den Napoleonischen Kriegen, um 1806 nach der Niederlage der preußischen Truppen bei Jena und Auerstaedt, besondere Verdienste erworben. Auch sie haben nach der Niederlage flüchtenden Truppen heimlich über die Oder in von Franzosen unbesetztes Land geholfen. 1812 bekamen sie - wie die Lunower - das Preußische Zivilehrenzeichen erster Klasse verliehen. Der damalige Pfarrer weigerte sich der Empfehlung seiner Obrigkeit zu folgen und den Orden in den Abendmahlskelch einarbeiten zu lassen. Ein hölzerner Adler in der Kirche trug bei Trauung, Beerdigung oder anderen Feierlichkeiten den Orden im Schnabel. In den Wirren der letzten Kriegstage ging der Orden verloren, später auch der Adler. Die Kirche wurde wegen Baufälligkeit in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts abgerissen.
Odpowiedzi
Wir waren jetzt schon
es ist ein sehr schöner
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