Presseerklärung III/2021

Wisentmädchen auf wilder Weide bei Criewen geboren!

 

Einladung zur Präsentation am Donnerstag, den 10. Juni 2021 um 14.00 Uhr

(Anmeldung erbeten)

 

Auch in diesem Jahr wurde vor drei Tagen auf der wilden Weide beim Parkplatz Criewen wieder ein Jungtier geboren,  ein Mädchen! Die Mutter heißt Odine und kam ebenfalls in Criewen zur Welt. Schon vor zwei Wochen wurde ein weiteres Mädchen geboren, die Mutter heißt Tilowina und stammt aus dem Tierpark Berlin, der Vater heißt  in beiden Fällen Sperakis und stand zuletzt in Cuxhaven, wurde aber in Springe (Niedersachsen) geboren, wie der Name andeutet. Beide Wisentmädchen sind noch namenlos, müssen aber einen Namen finden, der mit „Od“ beginnt, damit man weiß, wo sie herkommen (Odertal). So will es das internationale Zuchtbuch, das in Polen geführt wird.

Wisente sind die letzten noch nicht ausgerotteten Wildrinder Europas. Nur wenige Exemplare haben die beiden Weltkriege und ihre Folgen überlebt. Heute ist ihre Zahl durch erfolgreiche Zuchtmaßnahmen zum Glück wieder deutlich angestiegen, im Freiland wie in der Gehegehaltung. Dennoch sind die Wisente immer noch in ihrer Existenz bedroht. Unsere Zucht dient daher vor allem der Arterhaltung, aber auch dem Tourismus.

Die nächste freilaufende Wisentpopulation lebt nicht weit vom Nationalpark entfernt in Hinterpommern, ohne große Probleme mit der örtlichen Bevölkerung und der Landwirtschaft. Wenn sich aber ein Wisent von dort über die Oder nach Deutschland traut, wird er bisher bedauerlicherweise standrechtlich erschossen, so im Landkreis Märkisch-Oderland geschehen. Wir hoffen, dass freilaufende Wisente, wenn sie die Uckermark erreichen, am Leben bleiben dürfen. In der Nationalparkregion sind sie willkommen. Unsere Wisente im Gehege, auch die noch namenlosen Wisentmädchen, sind also Vorboten für die erhoffte und erwartete Rückkehr der Wisente in ihre alte Heimat.

 

Dr. Ansgar Vössing
(Vorstand)